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19″ 1HE NAS mit FreeNAS und 4×1 TB Festplattenspeicher

Nach längerem Ausprobieren und Konfigurieren läuft es jetzt endlich im produktiven Einsatz – mein NAS. Folgende Komponenten habe ich dafür verbaut:

Gehäuse: Tyan Transport GX28 (B2881), 19″, 1HE
Board: Tyan Thunder K8SR(S2881) (2x 1GBit/s Ethernet on-board)
CPU: AMD Opteron 252 2,6 GHz
RAM: 2x 1GB DDR ECC RAM (2x 512MB sind auch völlig ausreichend)
Storage: 4x 1TB Western Digital WD10EADS, SATA, 32 MB Cache
Raid-Controller: LSI MegaRaid 150-6 SATA PCI-X
Tyan Transport GX28 (B2881)Wenn man sich diese Zusammenstellung so anschaut, geht es sicher auch noch stromsparender aber letztlich entscheidet auch was man gerade günstig bekommen kann oder vielleicht eh schon da hat, um einen bestimmten Budgetrahmen nicht zu sprengen.

Die Western Digital WD10EADS Festplatten sind wirklich spitze. Schnell, extrem leise und sie werden im Betrieb gerade mal handwarm. Als Raidlevel kommt wegen des guten Verhältnis zwischen Ausfallsicherheit und Performance Raid5 zum Einsatz. Wichtigste Erfahrung für mich: Wenn man die Entscheidung zwischen Software-Raid5 und Hardware-Raid5 treffen muss, würde ich immer wieder zu Hardware-Raid5 tendieren. Die Leistungsaufnahme des Raidcontrollers ist einfach deutlich niedriger als die einer parity-berechnenden AMD Opteron CPU. Auch die Handhabung im Fall eines Festplattenausfalls ist denkbar einfach. Alte Platte raus, neue Platte rein und der Rebuild beginnt. Begleitet wird das durch einen laut fiependen Lautsprecher auf dem Raid-Controller der einen darauf aufmerksam macht, dass eine Festplatte ausgefallen ist. Diese Form der Benachrichtigung beherrscht ein Software-Raid so nicht.

Die LSI Megaraid 150-6 sind schon ein bisschen älter und arbeiten im LBA 48Bit Modus. Deswegen lassen sich keine logischen Volumes größer 2TB anlegen. Konfiguriert man also die vier Festplatten im Raid5 Verbund, gibt es hinterher zwei LVs. Eins mit 2TB und eines mit ca. 0,8TB. Der Rest wird für die Paritätsdaten des Raid5 benutzt. In FreeNAS habe ich mir damit beholfen, das ich ein JBOD Verbund angelegt habe, der die zwei logischen Volumes wieder zu Einem mit einer Kapazität von 2,8TB zusammenführt.

Die zwei Broadcom BCM5704C Gigabit Ethernet Schnittstellen beherrschen Tcp Checksum offload in Hardware, so dass die CPU kaum Arbeit zu verrichten hat. Da hatte ich die Hoffung, dass dank AMD Cool’n'Quiet der Takt entsprechend runtergetaktet wird. Das erledigt in FreeNAS der powerd. Leider mit dem Ergebnis, dass das NAS sehr instabil läuft und der gesamte Rechner manchmal einfriert – also inakzeptabel.

Mittels sysctl dev.cpu.0.freq kann man sich anzeigen lassen, welche Frequenzschritte die CPU beherrscht. Nach etwas testen unter Last hatte ich festgestellt, dass sysctl dev.cpu.0.freq=497 ein guter Wert ist. Diesen Wert habe ich dann in der FreeNAS Konfiguration eingetragen. Das NAS wird also direkt nach dem booten auf 497 MHz heruntergetaktet. Bei dieser Frequenz hat die CPU noch genügend Spielraum nach oben auch wenn beide Gigabit Ethernet Schnittstellen voll ausgelastet sind.

Die eine Gigabit Ethernet Schnittstelle bedient das LAN, die Andere ist exklusiv mit einem Gigabit-Port eines VMware ESXi 3.5 Hosts verbunden. Diesem stellt das NAS via iSCSI und NFS Storage für mehrere Virtuelle Maschinen zur Verfügung.

Bislang läuft das System (mit dem Verzicht auf powerd und fest eingestellter Taktfrequenz) absolut stabil mit hervorragenden Übertragungswerten (~ 32 MB/s schreiben via iSCSI).

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MacBook Pro aufrüsten: 500GB Festplatteneinbau

Mein MacBook Pro wurde damals via BTO mit einer 100GB Festplatte ausgerüstet. Diese hatte 7200 U/Min und hat bisher ihren Dienst gut verrichtet. Allerdings ist sie mittlerweile einfach zu klein geworden. Ich hatte mir zwar mal eine externe Firewire Festplatte von Western Digital (My Book) gekauft, jedoch fesselte die mich immer mehr mit dem Rechner an meinen Schreibtisch. Eigentlich nicht im Sinne eines mobilen Geräte

Ich hab mich zwischen einer 320 GB WD Scorpio Black mit 7200 U/Min (WD3200BJKT) und einer 500GB WD Scorpio Blue mit 5400 U/Min (WD3200BEVT) entschieden. Dabei muss man sich grundsätzlich zwischen einer schneller drehenden aber dafür stromhungrigeren und kleineren Festplatte oder einer größeren, sparsameren aber dafür langsamer Drehenden entscheiden. Nach dem ich im Internet mal nach ein paar Benchmarks recherchiert habe, stand die Entscheidung fest. Die WD Scorpio Blue wird es werden. Trotz der geringeren Umdrehungszahl ist sie im Alltag nur unwesentlich langsamer. Habe sie dann bei Cyberport für 90 EUR bestellt und kurz darauf konnte ich die Festplatte in den Händen halten.

Mit TimeMachine habe ich nochmal ein aktuelles Backup gemacht. Dann den Rechner ausgeschaltet und mit der Anleitung von www.ifixit.com war es kein Problem die Festplatte selbst einzubauen. Danach habe ich den Rechner mit der Mac OS X Leopard DVD gebootet und dann einen kurzen Schreck bekommen. Bei der Auswahl des Zielvolumes konnte ich die neue Festplatte nicht auswählen. Sie tauchte gar nicht auf. Erst vermutete ich, dass der Einbau von mir vielleicht nicht ganz korrekt durchgeführt wurde. Der tatsächliche Grund war viel einfacher. Die Festplatte war einfach noch nicht passend partitioniert und formatiert. Dies kann man über in der Menüleiste unter “Dienstprogramme” direkt bei der Installation erledigen. Dann wurde die Festplatte auch sofort mit voller Größe gefunden.

Der Rest war denkbar einfach. Anstatt eine Neuinstallation durchzuführen habe ich die Wiederherstellung aus einem TimeMachine Backup ausgewählt und knapp eine Stunde später konnte ich meinen Mac wie vorher benutzen. Auch hier war ich wieder froh eine Mac zu besitzen, als ich mir vorstellte wie lange so ein Festplattentausch wohl mit einem Windowssystem dauern würde.

Die alte 100 GB Festplatte habe ich in eine externes USB Gehäuse für 2,5 Zoll Festplatten gebaut und diese leistet jetzt gute Dienste beim Transport von Datenmenge die mal nicht auf eine USB Stick passen.

Fazit: So ein Festplattenumbau kann man mit entsprechender Vorbereitung problemlos selbst durchführen. Ganz wichtig ist ein Torx T6 und ein kleiner Kreuzschlitz Schraubendreher, da man sich sonst ziemlich schnell die filigranen Schrauben kaputt machen würde. Die WD Scorpio Blue ist schön leise auf jeden Fall schneller als meine alte Platte und bietet mir nun endlich den Platz, den ich brauche. Hat sich auf jeden Fall gelohnt!

© 2008-2010 Christian Müller