Eigentlich hatte ich meinen ersten Duathlon für 2012 geplant, da ich aber nun das neue Rennrad schonmal hier hatte, wollte ich es auch benutzen und so sind wir als Gruppe zum Glasperlen Duathlon nach Schönborn gefahren. Der Duathlon in Schönborn ist eine eher kleine Veranstaltung mit wenig Teilnehmern – für einen Einstand also durchaus das Richtige.
Die Distanz von 10km Laufen, 30km Rad fahren und nochmal 5km Laufen erschien mir absolut machbar und das Wetter war phantastisch: 25°C sonnig und etwas Ostwind.
Als alte Triathlon Hasen haben mir Anja und Stephan den Ablauf erklärt und noch ein paar nützliche Tipps mit auf den Weg gegeben.
Beim Start wurde nochmal die Teilnehmerzahl deutlich. Ca. 200 Leute standen am Anfang des Sportfeldes um nach dem Startschuss dieses zu überqueren und dann die erste 10km Distanz im angrenzenden Wald anzutreten. Die Strecke hatte es durchaus in sich. Musste man anfangs auf Wurzeln auf dem Weg achten erwarteten einen später noch zwei gemeine Anstiege, die man gut in den Beinen gespürt hat. So waren diese 10km durchaus anspruchsvoller als ein durchschnittlicher Citylauf in Berlin. Nach der 5km Wende habe ich mein erstes Gel genommen um nach dem Lauf noch Reserven für das Rad zu haben.
Nach 0:45:59h hatte ich die 10km geschafft und rannte auf der Seite der Läufer durch die Ziellinie. Ich wurde aber schnell darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Gasse mit den Fahrrädern gleich neben mir befindet. Sowas passiert eben in der Aufregung des “ersten Mals”. Ich rannte also rüber in die Gasse an die Stelle wo ich mein Rad vorher abgestellt hatte und zog mir schnell meine Radschuhe und den Helm an. Dann ging es los – schiebend allerdings, denn man durfte erst am Ende der Wechselzone auf’s Rad steigen.
Ich war froh nun auf dem Rad zu sitzen um mich etwas vom Laufen “ausruhen” zu können. Nun war ich gespannt wie sich die 30km auf dem Rad wohl anfühlen werden. Ich trat ordentlich rein und dachte immer wieder an den einen oder anderen Satz, den mir Stephan bei unserer ersten Ausfahrt sagte um meinen Fahrstil zu optimieren. Nach ca. 8,5km kam mir bereits der spätere Sieger des Duathlons entgegen aber ich habe mich davon nicht beeindrucken lassen. Nach der Wende wirkte wahrscheinlich das Gel, was ich mir in meine Trinkflasche gemacht hatte und ich konnte das Tempo auf dem Rückweg nochmal anziehen. Okay, etwas Rückenwind war wohl dann auch dabei. Für die 30km auf dem Rad benötigte ich inklusive Wechsel 01:00:10h.
Diesmal ging beim Einlaufen in die Wechselzone nix schief und das Ablegen des Helms sowie Anziehen der Laufschuhe ging zügig und ich rannte schnell wieder los um die letzten 5km zu absolvieren. Aber schon nach wenigen Metern merkte ich, dass sich das Laufen nach dem Radfahren doch deutlich anders anfühlt als sonst. Ich kniff so gut es ging die Zähne zusammen und versuchte die letzten Kilometer irgendwie rumzubekommen. Beim Zieleinlauf kam mir Leo ein Stück entgegen und wir haben die Ziellinie – mit einem kleinen Stolperer zwischendrin – dann zusammen genommen. Inklusive Wechsel habe ich dann 00:26:07h für die 5km benötigt und so konnte ich meinen ersten Duathlon mit einer Gesamtzeit von 02:12:16h ausgepowert aber glücklich beenden.
Wir waren alle sehr zufrieden mit unseren Leistungen. Anja hat Platz 1 bei den Frauen belegt, Stephan ist zwei Wochen nach seinem letzten Triathlonlangdistanz Wettkampf auf den beachtlichen 6. Platz gefahren und Matze hat sich Platz 2 erarbeitet.
Lieben Dank nochmal an Bernd, der uns sein Auto geliehen hat damit wir alle Fahrräder und Leute mitnehmen konnten und natürlich auch an meine Anja, die auf unseren Sohn Leo aufgepasst und uns begleitet hat.
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