Die 20. Vattenfall City-Nacht im Berliner Westen war ein spannendes Lauferlebnis – nach meiner Teilnahme am Halbmarathon und der 5x5km Teamstaffel meine dritte offizielle Laufveranstaltung.
Leider hatte es schon den ganzen Tag geregnet und daran änderte sich auch bis zum Start um 20.30 Uhr nichts. Trotz des leichten Regens waren die Temperaturen mit ca. 16°C ganz angenehm und die Pfützen störender als der Regen von oben.
Eigentlich war ich mit Anja zusammen angemeldet. Leider kränkelte unser Leo in den letzten Tagen und wir wollten ihm Wind und Regen nicht zumuten. Anja war so lieb ihn zu Hause zu betreuen und mir den Vortritt zum Laufen zu lassen. Daher musste ich so nun ganz allein die Veranstaltung bestreiten.
Ich plante ca. eine Stunde vor Startschuss bei der Veranstaltung anzukommen, damit noch genug Zeit blieb, das Starterpackage abzuholen und die Startnummer am Shirt anzubringen. Ich wollte auch nochmal in Ruhe durchatmen können, mich etwas sammeln und nicht zum Start hetzen müssen.
Unglücklicherweise gab es bei der Veranstaltung mitten auf dem Berliner Kurfürstendamm keine Möglichkeit seine Sachen abzugeben oder einzuschließen. So war ich gezwungen das Auto zu nehmen, um in der Tiefgarage des nahe gelegenen Crowne Plaza Hotels parkend mich aller Dinge entledigen zu können, die ich beim Lauf nicht an mir tragen würde. Dies stellte sich als guter Einfall heraus, den auch andere Teilnehmer hatten. Man konnte in sehr angenehmer Atmosphäre – und vor allem im Trockenen – die letzten Vorbereitungen treffen, während das Hotelpersonal die Bevölkerung der Hotellobby und Toiletten durch die Läufer zuvorkommend und freundlich duldete. Ca. 20 Minuten vor dem Start begab ich mich in meinen Laufsachen zum Start in meinen Starterblock.
In den letzen Wochen hatte ich den Trainingsplan, den mir Stephan erstellt hatte, ordentlich abgearbeitet und verhalten gehofft ein paar Fortschritte gemacht zu haben. Aufgrund der Zeiten bei meiner Doppelteilnahme am 5×5 Teamstaffel Lauf mit jeweils 24 Minuten pro 5 Kilometer rechnete ich mit einem Laufergebnis von ca. 49 Minuten für diese 10km Distanz.
Nach dem Startschuss dauerte es etwa zwei Kilometer bis sich das Läuferfeld so auseinander gezogen hatte, dass man nicht ständig überholen und sich vorbeiquetschen musste oder aber selbst überholt wurde. Ab da versuchte ich jemanden mit ähnlichem Tempo auszumachen und mich dranzuhängen. Ab Kilometer 4 kam der Einbruch. Ich merkte, sowohl körperlich als auch an der Garmin Forerunner, dass die Pace anfing sich zu verschlechtern und erste negative Gedanken beschlichen mich: Bin ich doch zu ambitioniert losgelaufen? Würde ich das Tempo durchhalten oder jetzt noch weiter einbrechen? Ich schob die Gedanken beiseite, schaute nicht mehr so häufig auf die Uhr und ließ laufen. Leichter gesagt als getan aber es half. Kilometer 7 und 8 waren dann noch einmal hart. Ich fühlte mich schlapp und konnte darüber hinaus Läufer auf der anderen Fahrbahn sehen, die sich bereits auf dem Rückweg, kurz vor dem Ziel, befanden. Das erhöhte die Ungeduld es endlich selbst bis zur letzten Kehre zu schaffen. Als diese endlich erreicht war, gab mir die konkrete Vorstellung von der noch vor mir liegenden Distanz, die meinem Trainingsweg aus dem Park nach Hause entspricht, noch einmal Kraft das Tempo leicht anzuziehen.
Der Zieleinlauf war dann wunderbar – endlich geschafft! Meine Zeit war mit 46:57 Minuten besser als erhofft. Insgesamt erreichten 5157 Läufer das Ziel. In meiner Altersklasse M30 bin ich auf Platz 159 gelaufen (Gesamtplatz 1072). Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und es macht mir Mut mein Trainigsziel für den Halbmarathon in Dresden am 23. Oktober 2011 tatsächlich realisieren zu können. An dieser Stelle noch einmal einen lieben Dank an alle, die mich unterstützt haben, insbesondere an den “Trainer” Stephan.
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Jana Stecher
echt toll, dass du so richtig loslegst mit dem laufen. respekt.