Archiv für April, 2009


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Gembird SIS-PMS Steckdose mit OpenWrt via USB schalten

Wer mal geschaut hat, was eine Steckdosenleiste mit LAN-Anschluss in der Regel so kostet, der wird sich vielleicht über diese Alternative freuen: Die 6-fach Steckdose Silvershield SIS-PMS über PC/USB programmierbar mit Überspannungsschutz der Firma Gembird. Der USB-Variante ersetzt zwar noch keinen LAN-Anschluss aber hängt man die Steckdosenleiste an einen OpenWrt Router mit USB-Port, kann man diese über diesen auch bequem schalten.

Gembird SIS-PMS schaltbare USB Steckdose

Es ist auch ein Modell mit Bluetooth-Schnittstelle verfügbar: Gembird SIS-PM-BT 6fach Steckdose mit Bluetooth-Schnittstelle. In vielen Foren wird über massive Probleme der Steckdosen geschrieben. Das war bei den ersten Versionen wohl auch sehr unzuverlässig. Mittlerweile arbeiten sie aber solide und ich habe absolut keine Probleme mit den Steckdosen.

Auf dem Router muss die USB Unterstützung installiert werden. Dazu sind auf z.B. einem ASUS WL-500g Premium folgende Module notwendig: kmod-usb-core, kmod-usb-uhci und kmod-usb2. Zum Schalten der Steckdose installiert man das Tool sispmctl, was ebenfalls noch libusb benötigt.

opkg install kmod-usb-core kmod-usb-uhci kmod-usb2
opkg install sispmctl libusb

Ich habe mir ein kleines CGI Script geschrieben, welches ich als Frontend für sispmctl nutze. So kann ich Drucker, Beamer, XBOX360 und diverse andere Geräte bequem über die Weboberfläche ein- und ausschalten. Als kleines Highlight habe ich für meinen Kyocera Laserdrucker eingerichtet. Dieser hat einen Netzwerkanschluss und ich frage via Cronjob alle 30 Minuten den Zustand des Druckers an. Ist dieser im Schlafmodus, wird der Drucker automatisch ausgeschaltet. Also nie wieder vergessen den Drucker angeschaltet zulassen.

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19″ 1HE NAS mit FreeNAS und 4×1 TB Festplattenspeicher

Nach längerem Ausprobieren und Konfigurieren läuft es jetzt endlich im produktiven Einsatz – mein NAS. Folgende Komponenten habe ich dafür verbaut:

Gehäuse: Tyan Transport GX28 (B2881), 19″, 1HE
Board: Tyan Thunder K8SR(S2881) (2x 1GBit/s Ethernet on-board)
CPU: AMD Opteron 252 2,6 GHz
RAM: 2x 1GB DDR ECC RAM (2x 512MB sind auch völlig ausreichend)
Storage: 4x 1TB Western Digital WD10EADS, SATA, 32 MB Cache
Raid-Controller: LSI MegaRaid 150-6 SATA PCI-X
Tyan Transport GX28 (B2881)Wenn man sich diese Zusammenstellung so anschaut, geht es sicher auch noch stromsparender aber letztlich entscheidet auch was man gerade günstig bekommen kann oder vielleicht eh schon da hat, um einen bestimmten Budgetrahmen nicht zu sprengen.

Die Western Digital WD10EADS Festplatten sind wirklich spitze. Schnell, extrem leise und sie werden im Betrieb gerade mal handwarm. Als Raidlevel kommt wegen des guten Verhältnis zwischen Ausfallsicherheit und Performance Raid5 zum Einsatz. Wichtigste Erfahrung für mich: Wenn man die Entscheidung zwischen Software-Raid5 und Hardware-Raid5 treffen muss, würde ich immer wieder zu Hardware-Raid5 tendieren. Die Leistungsaufnahme des Raidcontrollers ist einfach deutlich niedriger als die einer parity-berechnenden AMD Opteron CPU. Auch die Handhabung im Fall eines Festplattenausfalls ist denkbar einfach. Alte Platte raus, neue Platte rein und der Rebuild beginnt. Begleitet wird das durch einen laut fiependen Lautsprecher auf dem Raid-Controller der einen darauf aufmerksam macht, dass eine Festplatte ausgefallen ist. Diese Form der Benachrichtigung beherrscht ein Software-Raid so nicht.

Die LSI Megaraid 150-6 sind schon ein bisschen älter und arbeiten im LBA 48Bit Modus. Deswegen lassen sich keine logischen Volumes größer 2TB anlegen. Konfiguriert man also die vier Festplatten im Raid5 Verbund, gibt es hinterher zwei LVs. Eins mit 2TB und eines mit ca. 0,8TB. Der Rest wird für die Paritätsdaten des Raid5 benutzt. In FreeNAS habe ich mir damit beholfen, das ich ein JBOD Verbund angelegt habe, der die zwei logischen Volumes wieder zu Einem mit einer Kapazität von 2,8TB zusammenführt.

Die zwei Broadcom BCM5704C Gigabit Ethernet Schnittstellen beherrschen Tcp Checksum offload in Hardware, so dass die CPU kaum Arbeit zu verrichten hat. Da hatte ich die Hoffung, dass dank AMD Cool’n'Quiet der Takt entsprechend runtergetaktet wird. Das erledigt in FreeNAS der powerd. Leider mit dem Ergebnis, dass das NAS sehr instabil läuft und der gesamte Rechner manchmal einfriert – also inakzeptabel.

Mittels sysctl dev.cpu.0.freq kann man sich anzeigen lassen, welche Frequenzschritte die CPU beherrscht. Nach etwas testen unter Last hatte ich festgestellt, dass sysctl dev.cpu.0.freq=497 ein guter Wert ist. Diesen Wert habe ich dann in der FreeNAS Konfiguration eingetragen. Das NAS wird also direkt nach dem booten auf 497 MHz heruntergetaktet. Bei dieser Frequenz hat die CPU noch genügend Spielraum nach oben auch wenn beide Gigabit Ethernet Schnittstellen voll ausgelastet sind.

Die eine Gigabit Ethernet Schnittstelle bedient das LAN, die Andere ist exklusiv mit einem Gigabit-Port eines VMware ESXi 3.5 Hosts verbunden. Diesem stellt das NAS via iSCSI und NFS Storage für mehrere Virtuelle Maschinen zur Verfügung.

Bislang läuft das System (mit dem Verzicht auf powerd und fest eingestellter Taktfrequenz) absolut stabil mit hervorragenden Übertragungswerten (~ 32 MB/s schreiben via iSCSI).

© 2008-2010 Christian Müller